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280 Zweierteams bestehend aus Frauen und Männer, versuchen in acht Tagesetappen durch drei Länder über die Alpen von Ruhpolding (DE) nach Sexten (IT) zu laufen. Startschuss ist der 4. September wo rund 560 Personen am Start stehen werden, unter ihnen zwei Freunde – David und Lukas. Sie sind bereit bei diesem extremen aber landschaftlich einer der schönsten Laufveranstaltungen teilzunehmen. Bestimmt denken nun viele – verrückt, denn um ins Ziel zu gelangen, stehen den beiden die Alpen mit rund 13.500 Höhenmeter im Aufstieg und 305 Kilometer Horizontaldistanz im Weg bzw. bevor! Dass sich die Zwei optimal auf das Rennen vorbereitet haben, steht außer Zweifel, aber wie sie die Tage, die sie ins Ziel benötigen erleben und durchleben, versuchen wir, Markus und ich, auf dem Blog zu dokumentieren. Wir begleiten die zwei Helden auf diesem außergewöhnlichen Wettkampf und werden sie mental dabei unterstützen. Wir werden euch in Wort und Bild darüber berichten, wie es den beiden in der Zeit vom 4.-11. September ergehen wird. Aber auch Ihr seid gefordert, ihr könnt ein Teil dieses Abenteuers werden! Ihr könnt mental sehr viel dazu beitragen, sie mit positiven Feedback unterstützen, sie so vom Start an begleiten, sie anfeuern und sie so bis ins Ziel tragen! Macht bitte mit und wollen wir hoffen, dass die Jungs gute Wetterbedingungen vorfinden, vor allem aber, verletzungsfrei und Gesund diese Strapazen bewältigen.

David, geb. Wien 08.04.1977  Sportbereich: Rad-, Lauf- und Triathlonbewerbe.jpg

Markus, geb. Wien 01.04.1976  Sportbereich: Leichtathletik, österreichischer Staatsmeister 800 Meter  - 2004.jpg

Lukas, geb. Wien, 18.05.1984  Sportbereich: Rad-, Lauf- und Triathlonbewerbe.jpg

Bei einem Bier 2008 mit einem Freund kam die Idee, eine Reise nach Tibet zu unternehmen. Aus Tibet wurde Nepal und der Freund kam am Ende auch nicht mit. Herbert und Eva die bereits 5x Nepal bereisten, waren meine Begleiter und Reiseführer. Wir hatten uns vorgenommen zwei Expeditionen zu unternehmen. Die erste führte uns ins Rolwaling-Tal. Von Kathmandu mit dem Jeep (eine Tagestour) über Dolaka nach Singati und von da an, vierzehn Tage zu Fuß nach Na bzw. zum Gletschersee Tcho Rolpa und zurück nach Dolaka, wo der Jeep auf uns wartete und uns zurück nach Kathmandu brachte. Die zweite Tour führte uns nach Mustang. Ebenfalls eine Tagestour mit dem Jeep von Kathmandu nach Pokhara. Von dort flogen wir mit einer Dornier 228 nach Jomsom. Von Jomsom gingen wir über Kagbeni nach Jharkot. Hier verbrachten wir eine knappe Woche in der Sonam- Lodge, um verschiedene Wanderungen im Tal von Muktinath zu unternehmen. Mit zwei weiteren Inlandsflügen wieder mit einer Dornier 228 und einer Twin Otter DHC-6/300 zurück nach Kathmandu. Dort blieb uns noch genügend Zeit die wichtigsten Sehenswürdigkeiten ( Patan, Bhaktapur, Bodnath, Pashupati Nath, Swayambhu und Kaiser Mahak Garden of Dreams) zu besuchen. Dies war meine erste und bestimmt nicht meine letzte Reise nach Nepal. Mit diesen Fotos möchte ich versuchen, euch dieses herrliche Land und seine Völker ein wenig näherzubringen.

3.12.2009

Patan

Patan oder Lalitpur wurde im 3. Jahrhundert v.Chr. von der Kirat Dynastie gegründet. Um das Jahr 1000 war sie mit etwa 100.000 Einwohnern die zehntgrößte Stadt der Welt. Über viele Jahrhunderte war Lalitpur Hauptstadt eines eigenen Königreiches, das erst unter König Prithivi Narayan Shan im Jahr 1768 in das Königreich Nepal eingegliedert wurde. Von den drei Durbar Squares in Kathmandu, Bhaktapur und Patan ist derjenige in Patan der schönste. Er wirkt durch zwei zierliche Krishna-Tempel verspielter und weniger wuchtig. Er entstand im 18. Jahrhundert, wurde aber mehrmals durch Feuerbrünste, Eroberungen und Erdbeben zerstört. Der an der Ostseite gelegene Königspalast wurde mit österreichischer und japanischer Hilfe restauriert. Einer Legende zufolge wurde es im 3. Jahrhundert von Ashoka, einem Herrscher aus dem heutigen Nordindien und überzeugter Buddhisten, bei einer Pilgerreise gegründet. Chinesische Pilger schwärmten im 7 Jahrhundert von Patan, das damals mehr als 24.000 schöne, mehrstöckige Häuser, gepflasterte Strassen, Trinkwasseranlagen und Abwässerkanäle hatte. Patan ist bis ins 20. Jahrhundert hinein die größte Ansiedlung im Tal und zweitweise Hauptstadt Nepals gewesen.

3.12.2009

Bhaktapur

Bhaktapur heißt auch Bhadgaon, Reisdorf. Der Ort wurde wahrscheinlich im 9. Jh. Gegründet. Eines der schönsten Städtchen der Welt, sagen viele Besucher, eines der rückständigsten klagen die Bewohner. Die 60.000 Einwohner sind überwiegend Newar-Bauer, die in alter Tradition ihre Arbeit auf den Feldern verrichten. Die Bewohner sind zu fast 90 Prozent Hindus und zu zehn Prozent Buddhisten. Die Bauernstadt ist ebenfalls berühmt für ihre Kunsthandwerker, deren Arbeit durch die Restaurierung ihres Ortes in den 80er-Jahren und den Tourismus eine große Aufwertung erfuhren. Die alte Handelsstrasse von Indien nach Tibet führte mitten durch die heutige Stadt, vom 14. Jahrhundert bis zur zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts war Bhaktapur Hauptstadt des Malla-Reiches. Aus dieser Zeit stammen viele der 172 Tempelanlagen, der 32 künstlichen Teiche und der mit Holzreliefs verzierten Wohnhäuser die beim Erdbeben von 1934 zum grossen Teil zerstört wurden – vieles wurde wieder aufgebaut und seit 1979 steht Bhaktapur auf der UNESCO-Liste des Weltkulturerbe.

3.12.2009

Bodnath

Bodnath auch als „klein Tibet“ bezeichnet, ist ein Vorort im Nordosten von Kathmandu. Bekannt ist Bodnath wegen der großen Stupa, der seit Jahrhunderten eines der bedeutendsten Ziele buddhistischer Pilger aus Nepal und den umliegenden Regionen des Himalaya ist. Die Gründung geht zurück auf die Liccavi im 5. Jahrh. nach Christus. Von morgens bis abends umkreisen Buddhisten (hauptsächlich Tibeterinnen und Tibeter), im Uhrzeigersinn und Anhänger des Bön-Glaubens in umgekehrter Richtung, den fast 40m hohen Stupa, unablässig das Mantra (Gebetsformel) >Om mani padme hum< murmelnd. In Vollmondnächten werden zigtausende Butterlämpchen auf den Terrassen, welche den Stupa im Grundriss einen Mandalas umgeben, entzündet. Einmal pro Jahr wird der halbkugelförmige Bau neu geweißt und zum Neujahrsfest Losar werden die safranfarbenen Bögen erneuert. Im Gegensatz zum Stupa sind Souvenirläden und Klöster noch jung, sie entstanden erst als Tibet 1950 von den Chinesen besetzt wurde und hermetisch abgeriegelt war. Da die Chinesen mit allen Mitteln versuchten, den tibetischen Buddhismus auszulöschen, lag es nahe, in Nepal ein neues Zentrum aufzubauen, zumal die Glaubenrichtung auch hier eine lange Tradition hat. Damit erlebte der Buddhismus ironischerweise im einzigen Hindu Staat der Welt eine Auferstehung.

3.12.2009

Pashupati Nath

Pashupati Nath ist einer der wichtigsten Tempelstätten des Hinduismus und wurde im 5. Jahrhundert errichtet. In dieser großen Tempelanlage strömen Hindus aus ganz Südasien zusammen, darunter viele Pilger und Sadhus (Asketen, Wanderheilige), die dem weltlichen Leben entsagt haben. Sie tragen lange Bärte und zum Teil wilde Haartrachten und sind in safrangelbe Tücher gehüllt. Manche sind fast nackt und tragen nicht viel mehr als Asche auf der Haut. Verehrt wird in diesem Zentrum des Glaubens Shiva in seiner Form als Pashupatinaht, >Herr der Tiere<, aber auch als Schutzpatron des Hindu-Königreichs. Das Innere des Haupttempels ist für Nicht-Hindus verboten, aber es gibt eine große Ansammlung von Tempeln, Schreinen, Lingams (Shiva als Phallussymbol), Statuen, Dharamsalas (Pilgerunterkünfte) und Ghats (Verbrennungsplätze) zu sehen. Für Hindus erfüllt sich der größte Wunsch, wenn sie hier sterben können. In den Dharamsalas leben daher viele alte und kranke Gläubige, um das Ende ihres Irdischen Lebens in Pashupati abzuwarten. Auf dem Scheiterhaufen werden die sterbliche Hülle (meist in gelbe Tücher gehüllt) und die Seele bis zum Moment von den Angehörigen begleitet, die Asche in den Fluss gestreut und somit dem Kreislauf der Natur wiedergegeben. Die vielen kleinen Shiva-Tempel wurden zu Ehren von Ehefrauen (höherer Kaste) errichtet, die – früher – >Sati< vollzogen, die sich also mit ihrem verstorbenen Mann bei lebendigem Leib verbrennen ließen, um dem traurigen Schicksal einer Hindu-Witwe zu entrinnen.

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