28.03.2012

Fotogemälde

Romantik

Drang nach Unendlichkeit, Leidenschaftlich-Bewegtem, Dunklem, maß- und regellosem Sprengen-wollen aller Grenzen.

Zerbricht die klassischen Grenzen; will Herrschaft der frei schöpferischen Phantasie, die wichtiger ist als “edle” Form und hochgeistiger Inhalt; will Grenzen sprengen: Grenzen des Verstandes, Grenzen zwischen Wissenschaft und Poesie und zwischen den einzelnen Dichtungsgattungen – Streben nach einer “Universalpoesie”, die gleichzeitig Wissenschaft, Religion und Dichtung und lyrisch, episch, dramatisch und musikalisch ist; will Grenzen zwischen Traum und Wirklichkeit niederreißen; will die ganze Welt “romantisieren” und fordert völlige Subjektivität, Individualisierung, Freiheit und Unabhängigkeit und eine weltoffene, ewig unfertige Dichtungsform; Vorliebe für das Traumhafte, Wunderbare, Unbewusste und Übersinnliche.

Die Romantik entwickelte sich gegen Ende des 18. Jahrhunderts als literarische und philosophische Bewegung und erfasste bald auch die schönen Künste. Individuelle Sehnsüchte, Gefühle und Empfindungen wurden in einer Feier des Unnahbaren und Exotischen hervorgehoben.

Impressionismus

Die Darstellung des Lichts und der atmosphärischen Bedingungen wurde im Impressionismus zur malerischen Hauptaufgabe. Farbe wurde als Folge von Licht und Atmosphäre gesehen und als Träger des Lichts wiedergegeben. Der Verzicht von Schwarz und erdigen Farbtönen ließ ihre Farbpalette aufhellen.

Der Begriff “Impressionismus” stammt von dem Journalisten Louis Leroy. In einem Artikel aus dem Jahr 1874 für die satirische Zeitschrift Charivari verwendete er ihn ironisch, um die in jenem Frühling ausgestellten Gemälde von Claude Monet zu kritisieren. Die Bezeichnung ist dem Titel eines Bildes entlehnt, das Monet einfach “Impression: Sonnenaufgang” genannt hatte, was dem Kritiker dazu veranlasste, es als “reine Impression der Natur, nichts weiter” abzulehnen.

Romantik und Impressionismus sind zwei Begriffe bzw. Stile aus der Malerei, die für mich so finde ich, auch heute noch in der Reise- und Naturfotografie einen Berechtigung haben und sich auch wiederfinden. Wie zwei Geschwister, ähneln Sie sich! Was hätten Monet, Caspar David Friedrich, Eugene Delacroix, Theodore Rousseau, Samuel Palmer, Berthe Morisot, Edgar Degas, Pierre-Auguste Renoir und Alfred Sisley uns wohl mit einer Kamera für Bilder gemalt? Vielleicht solche! Mit Hilfe eines Fotoprogrammes hab ich den Pinsel in die Hand genommen und gemalt! Viel Spaß.

Diesmal führte mich ein ganz spezieller Fotokurs geleitet und geführt von Herbert und Eva nach Slowenien, den Nationalpark Julischen Alpen! Die Julischen Alpen sind ein Gebirgsstock der Südlichen Kalkalpen, der sich auf die slowenischen Gebiete Ober- und Innerkrain und die italienische Region Friaul-Julisch Venetien aufteilt. Die Julischen Alpen sind ein sehr schroffer Gebirgsstock. Höchster Berg ist der Triglav (Dreikopf), 2.864 m, zugleich höchster Berg Sloweniens. Aber auch der Montasch mit seinen 2.754 m und der Mangart 2.677 m sollten hier erwähnt werden, waren es doch jene Gebiete die Wir (Klaus, Gerhard, Sepp, Silvia und Edit) mit unseren Kameras erforschen durften, fast wie einst Julius Kugy. Die Julischen Alpen werden durch das Raibler Tal, den Predilpass und das Tal der Koritnica und Soča in eine östliche und eine westliche Gruppe geteilt. Unsere Fotoexkursionen führten uns auf die Montasioalm, Mangart, Alpengarten, Sočaquelle, Boka Wasserfall, Klammen an der Mlinarica, Koritnica, Zadlascica und in den Nationalpark Rakov Skocian. Zu sehen bekamen wir vieles…

Mitten im Burgenland – im Seewinkel fand am 29. April bis 1. Mai trotz regnerischen Wetters ein Fotokurs statt! Die einzigartige Vogelvielfalt (über 300 Vogelarten) im Nationalpark Neusiedler See-Seewinkel ist eine Augenweide und einer der wichtigsten Brutplätze für 150 Arten in Mitteleuropa! Die Beobachtungen waren beträchtlich und die Naturereignisse gaben uns nicht immer die nötige Zeit die wir brauchten, um vom schauen, staunen und jenem Moment den Auslöser unserer Kameras rechtzeitig zu drücken! Vor allem der Mix zwischen Blumenmakros, Reptilien-, Säugetier- und der Vogelfotografie mit Teleobjektiven war sehr, sehr spannend. Ich freu mich schon auf ein nächstes Mal, wenn es wieder heißt: Früh Aufstehen um einer der erste an den Lacken zu sein, um solche Highlights genießen und erleben zu können.

Spuren unserer Zeit… 2010 war global gesehen laut Aufzeichnungen das wärmste Jahr seit 1880 und einige Spuren unserer Zeit sind nicht mehr auszuradieren:

  • In Pakistan (4.905 km von Wien entfernt) ist mit 53,3 Grad die höchste je gemessene Temperatur registriert worden.
  • Auch in Los Angeles und Moskau (9.819 km bzw. 1.671 km von Wien entfernt) gab es Rekordtemperaturen, jenseits der Normalität.

Nicht nur bei den Temperaturen stach 2010 mit Rekorden hervor:

  • Naturkatastrophen sind mit mehr als 900 Ereignissen überdurchschnittlich hoch.

Ein Blick in unsere Zukunft:

Viele Forscher führen die Erderwärmung auf den Ausstoß von Treibhausgasen wie Kohlendioxid (CO2) zurück und rechnen damit, dass in den kommenden Jahrzehnten mehr Überschwemmungen, Dürreperioden und ein Anstieg des Meeresspiegels zu erwarten sind.

Ist Österreich eine Insel der Seligen? UN-Klimagipfel

Am Samstag, dem 11.12.2010 ging der UN-Klimagipfel in Cancun nach zweiwöchigen hart geführten und teilweise dramatischen Verhandlungen um 4 Uhr früh jubelnd zu Ende:

  • Das erste Verhandlungsergebnis (u.a. ein Bekenntnis der Erderwärmung) umfasst die Fortführung des Kyoto-Protokolls.
  • Das zweite verweist – auf das von der Wissenschaft vorgegebene Klimaziel: Die Reduktion des Treibhausausstoßes der Vereinigten Staaten und der Entwicklungsländer bis 2020.
  • Die Delegierten beschlossen ebenfalls einen Hilfsfonds für „arme“ Länder einzurichten und
  • den Schutz tropischer Wälder besser zu organisieren.
  • Mit Hilfe der Weltbank soll ein “Grüner Klimafonds” etabliert werden. Man war sich einig, dass die dringende Notwendigkeit besteht, bis 2020 jährlich rund 100 Milliarden Dollar (75 Milliarden Euro) Klimahilfsgeld zu budgetieren.
  • Erstmals wurde das sogenannte Zwei-Grad-Ziel (die Erderwärmung soll um nicht mehr als 2 Grad steigen) von der Weltgemeinschaft offiziell anerkannt.
  • Die Treibhausgasemissionen sollen drastisch gesenkt werden.

Die Staatengemeinschaft habe sich als handlungsfähig erwiesen. Frage oder Tatsache?

Offene Punkte:

  • Ein großer Knackpunkt sei allerdings die rechtliche Verbindlichkeit der Verhandlungsergebnisse.
  • Wie sieht zum Beispiel die Rolle der Industrie aus?
  • Bzgl. des Schutzes unserer Wälder sind harte Spielregeln zwar diskutiert worden, jedoch ist es noch unklar inwieweit sie umgesetzt werden sollen.
  • Die Finanzierung – privat oder öffentlich – ist nicht noch offen.
  • Sollen die Regeln für handelbare Verschmutzungsrechte erst im Dezember 2011 in Südafrika weiter verhandelt werden?
  • Soll das Kyoto-Protokoll fortbestehen, in dem sich etwa 40 Industriestaaten zu einer Verringerung ihrer Treibhausgase verpflichtet haben?
  • Es blieben noch viele rechtliche Fragen ungeklärt.

Das Protokoll ist der einzige international bindende Vertrag zum Klimaschutz.

Ziel der Konferenz war eine stärkere Beteiligung von Schwellenländern. Staaten wie China, Brasilien und Indien wehren sich jedoch dagegen, die Aufholjagd ihrer wirtschaftlichen Entwicklung mit Vereinbarungen zum Klimaschutz zu bremsen.

Ziele, die sich die Vertragspartner gesetzt und vorgelegt haben, werden nicht automatisch zu rechtlich verbindlichen Kyotozielen.

Vertreter fast aller Staaten lobten die Ergebnisse ausdrücklich. Sie sprachen angesichts der konzentrierten, ergebnisorientierten Arbeit der Staaten von “einem neuen Geist des Multilateralismus”, der von Cancun ausgehen könnte.

Der amerikanische Gesandte sprach am Freitag von einer guten Basis für weitere Fortschritte in die Zukunft. China und Indien äußerten sich ebenfalls zufrieden. Diese drei Länder sind die größten Produzenten von Treibhausgasen.

Bis “2050″ sollen, vertraglich fixiert, die Staaten eine “substanzielle Verringerung” der Treibhausgase erreichen. Als “Zeichen der Hoffnung und der Zuversicht” wertete unser Umweltminister das Ergebnis. “Ein Scheitern des Gipfels wäre für den Weltklimaschutz katastrophal gewesen.“

Nur stellt sich die Frage, wie man die Wörter Scheitern und Erfolg definiert?

Bahnbrechende Verhandlungsergebnisse?

Über die wirklich bahnbrechenden Verhandlungsergebnisse der zweiwöchigen Konferenz lässt sich streiten. Haben 192 UN-Staaten wirklich verhandelt und sinnvolles erarbeitet?

Leider ist das die bittere Realität, dass reiche Industriestaaten sich der brisanten Situation nicht bewusst sind  und sich weigern der Wahrheit ins Gesicht zu schauen. Wird die Ausbeutung der Erde weiterhin in diesem Ausmaß betrieben, brauchen wir am Ende 3 Planeten um uns Homo sapiens zu versorgen!

Wer bestimmt über das Wohlehrgen der gesamten Menschheit, Flora und Fauna, unser aller Heimat “genannt Planet Erde”? Sind es wirklich 192 UN-Staaten, oder sind es wenige, die über das Wohl aller entscheiden? Sind wir wirklich machtlos und an die Diktatur der Industrie gefesselt?

Verständnis – gleich null?

Wollen oder können wir noch verstehen, was um uns geschieht?

Ist die Politik an einem heranzüchten mindergebildeter Staatsbürger interessiert? Funktioniert unsere Gesellschaft wirklich besser, wenn die Bürger – aufgrund geringer Bildungsstandards – leichter von Politik und Industrie gefügig gemacht werden können?

Brauchen wir in unserer modernen Welt noch Querdenker und die allgemeingebildete Mittelschicht?

Oder wird es in Zukunft immer einfacher, die breite unterdurchschnittlich gebildete Masse zu lenken und zu kontrollieren?

Ist der Verlust an Wissen gleichzusetzen mit dem Verlust der Entscheidungsfreiheit? Oder gar mit dem Verlust des Wahlrechtes?

Was für ein Bild wollen wir unseren Kindern und Enkeln weitergeben?

Welche Welt wollen wir Ihnen hinterlassen? In welche Richtung sollen diese Führen? Richtung Verderben, minderen Allgemeinwissens und Diktatur der Wirtschaftskiller?

Wie lange sehen wir noch zu?

Liegt unsere Zukunftsvorsorge wirklich in Aktionsfonds und Geldanleihen? Was ist richtig, was ist falsch? Ist die Investition in die Bildung unserer Kinder die bessere Zukunftsvorsorge? Oder ist es dafür schon zu spät?

Haben wir, den Tieren schon jeglichen Lebensraum genommen? Stehen Einzelinteressen diverser Staaten bzw. Industrieller über unserer Existenzgrundlage, unserem Lebensraum?

Die Welt wird sich sicher weiter drehen… wir hinterlassen täglich unsere Spuren und am Ende unserer Zeit, werden wir erleben, in welche Richtung wir gegangen sind! Rückschritt oder Fortschritt? Und beides liegt in der Definition des Betrachters.

Möchten wir wirklich noch unsere Zukunft selbst gestalten? Sind wir uns noch bewusst, dass wir für unser Tun und Handeln immer noch selbst verantwortlich sind? Können wir noch Ethik, Mitgefühl und Verantwortung zeigen?

Es liegt an uns, denn…

“Diese Welt ist schnell und hat verlernt beständig zu sein, die Zeit rinnt durch unsere Hände schneller als es uns lieb ist – verschont nichts und niemand, auch das was du liebst nicht.”

8.Etappe TAR 2010 Hoehenprofil

Tag der Abrechnung. Die 8. und zugleich letzte Etappe des Gore-Tex Transalpine-Runs 2010 steht an. Für die meisten geht es nur noch darum durchzukommen. Für einige aber auch noch um Positionskämpfe. David und Lukas vom Team Westpoint freuen sich schon total darauf. Bald werden sie ihr gemeinsames Abenteuer überstanden und ihr Ziel in Sexten anzukommen erreicht haben.

Bereits vor dem Start beginnt bei den Spaniern – die meisten sind Katalanen – die Partystimmung. Hola! Viva España! Ihr wart eine tolle Bereicherung für diesen Event. Ole! Die wegen diverser Verletzungen ausgefallenen Athleten trauern um ihr eigenes Pech, nicht finishen zu können. Trotzdem drücken sie allen Kollegen die Daumen, dass, heute noch einmal alles gut gehen wird. Man ist sich in dieser Woche näher gekommen, und daher ist verständlich, dass das Gefühl eine Familie gefunden zu haben, aufkommt.

Vom Start weg dominieren die beiden Briten das Rennen. Es ist schon ein gewohntes Bild anzusehen wie sie das restliche Feld auseinander nehmen. Dass sie ihren Vorjahrestitel wiederholen würden, daran hat nie Zweifel bestanden. Doch hinter ihnen machen heute David und Lukas ein exzellentes Rennen. Vor allem Luki, der in den letzten drei Tagen nicht mehr so frisch ausgesehen hat, wächst über sich hinaus. Von Beginn an geht er heute ein hohes Tempo, sodass sogar sein Partner Probleme hat mit ihm Schritt zu halten. Zur Überraschung aller tauchen sie bei der letzten Verpflegungsstelle 6 km vor dem Ziel sehr zeitig auf. Ihre Betreuer Sam und Markus bringen sie dadurch ordentlich ins Schwitzen, denn diese müssen mit ihrer Fotoausrüstung in den Händen und schwerem Gepäck am Rücken 2 km lang mit David und Lukas zum Auto mitlaufen. Rein ins Fahrzeug und ab ins Zielgelände. Schließlich wollen sie die beiden nach achttägiger Qual auf der Ziellinie in Sexten mit einem wohlverdienten und selbst mitgebrachtem Medl-Bier empfangen.

Dank seiner besten Leistung von allen 8 Etappen kann das Team Westpoint die Schlussetappe nach 3h 45min 43sec als 17. in der Kategorie und als 25. im Tagesklassement beenden. Für die Gesamtwertungen bedeutet das einen Sprung auf Platz 27 in ihrer Kategorie Men und auf Platz 53 gesamt.

Von den 560 in Ruhpolding gestarteten Läufern haben 420 jede einzelne von den acht Etappen abgeschlossen. Sie erhalten nun das „Gore-Tex Transalpine-Run 2010“ Finisher T-Shirt und dürfen dieses mit Stolz überstreifen. Mit 19 und 70 Jahren werden auch der jüngste und der älteste Läufer geehrt. Vor ihnen, aber auch vor allen anderen, die dieses Abenteuer überstanden haben, kann man nur den Hut ziehen. Nach der Siegerehrung werden noch die schönsten Bilder und Videos dieser Woche gezeigt, bevor die große Finisher-Party beginnen kann.

Das Team Westpoint möchte sich bei allen bedanken, die dazu beigetragen haben, dass eine wunderschöne Woche genossen und erfolgreich abgeschlossen werden konnte. Es war eine tolle Erfahrung. Vielleicht habt ihr Lust bekommen und wir sehen uns beim Transalpine-Run 2011, ob als Teilnehmer, Zuschauer oder Betreuer.

Nochmals herzliche Gratulation an David und Lukas. Ihr habt ganz Tolles geleistet. Ihr seid unsere Helden.

Zitat des mit 70 Jahren ältesten Teilnehmers: „Rollende Steine legen kein Moos an“

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Alice Cooper – Poison

7.Etappe TAR 2010 Hoehenprofil

Guten Morgen! Frage: Tut dir heute etwas weh, Lukas? Antwort: Nicht mehr als gestern. Ob das jetzt positiv oder negativ zu bewerten ist, bleibt jedem selbst überlassen.

Nach gutem Frühstück macht sich das Team Westpoint auf den Weg ins Startgelände. Eine halbe Stunde vor dem Startschuss legen sich Lukas – er praktiziert das eh schon seit mehreren Tagen – und David auf die Magnetfeldmatte, um ihre Muskeln auflockern zu lassen.

Auf der heutigen vorletzten Etappe von St. Vigil nach Niederdorf müssen die Läufer die Marathondistanz von 42, 195 Kilometern zurücklegen. Allerdings sind ihnen zwei Berge im Weg, die es in sich haben. Der erste Gipfel Forcella Sora Forno liegt auf 2380m. Um den zweiten, den Weißlahnsattel, erreichen zu können, sind auf 3 km 700 Höhenmeter zu überwinden. Dazwischen liegt der schöne Pragser Wildsee. David spürt jetzt auch schon jede Steigung. Von Tag zu Tag tut es mehr weh. Er meint, es ist verdammt schwer zu trainieren, die Müdigkeit im Training zu simulieren. Lukas, der nur noch das Ziel sehen will, läuft sogar bei der dritten Verpflegungsstelle vorbei, um schneller im Ziel anzukommen. Mit seinem Kämpferherz, das er diese Woche schon des Öfteren bewiesen hat, wird ihm das auch gelingen.

Während des Zieleinlaufs unserer Helden, werden sie vom Platzsprecher freundlichen begrüßt. Am Hauptplatz von Niederdorf wird über Lautsprecher verkündet, dass der „Westpoint-Truck“ überall auffällt. Davids Kommentar zu dieser Etappe:“Es war knackig!“ Mit 2 Stunden und 22 Minuten Rückstand auf das führende Team aus Großbritannien überqueren unsere Freunde aus Wien nach 6h 17min 22sec die Ziellinie. Nur noch 179 Mannschaften schaffen es heute ins Ziel, was einen Ausfall von 37 Teams allein auf dieser Etappe bedeutet. Westpoint erreicht Rang 33 in der Klasse und den 73. Tagesgesamtrang. Im Gesamt-Ranking sehen sich David und Lukas vor der Schlussetappe auf Platz 60 gesamt und Platz 28 in der Kategorie Men.

Lukas hat bereits heute sein Wunschlied für den morgigen Zieleinlauf in Sexten bei der Organisation deponiert. Wenn alles klappt wird er an der Seite von David mit dem Song „Poison“ von Alice Cooper empfangen.

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6.Etappe TAR 2010 Hoehenprofil

Oje! Wer hat denn da verschlafen? Sam und Markus haben sich heute früh selbst in Zeitnot gebracht. Aber die Hauptsache ist, dass ihre beiden Freunde David und Lukas den Start nicht verpassen.

Eines ist nun mal vollkommen klar: Die Wettstreiter spüren jeden einzelnen Meter, den sie bisher zurückgelegt haben. Ihre Körper beginnen mit der Zeit zu streiken. Und somit kommt, was kommen muss. Immer mehr Läufer können nicht mehr an den Start gehen, weil ihre Schmerzen zu groß sind. So ergeht es zum Beispiel Walter aus Saalfelden, der bereits nach 200m wegen Knieschmerzen ins Betreuerauto von Westpoint einsteigt und zum Etappenziel gebracht wird.

32 Läufer, deren Teamkollegen bereits aufgeben mussten, und 233 Teams schnüren in Sand in Taufers ihre Schuhe und möchten sie in San Vigil wieder ausziehen. Dafür müssen sie aber die ersten 19km flach laufen, welche sich lange dahinziehen, bevor es steil hinauf auf den Kronplatz geht, welcher auf 2275m Höhe liegt und ein historischer Etappenzielort für die Radrennfahrer des Giro d’Italia ist. In jeder Kehre auf dieser Schotterstraße ist zu Ehren vieler bekannter Giro-Sieger eine Tafel mit deren Portrait aufgestellt. Am Gipfel des Kronplatzes darf natürlich der ständige Begleiter dieser Woche, der Nebel, nicht fehlen.

Der Berg fordert seine Opfer. Dramen spielen sich ab. Viele Teams sind zersplittet. Tränen fließen, weil der Partner nicht mehr weiter laufen kann oder weil sie ihren Partner im Stich lassen müssen. Somit fällt ihr Team aus der Wertung, wenn nicht beide Partner im Ziel ankommen. Überhaupt kommt es heute zu extrem vielen Ausfällen. Im Zielgelände hört man von mehreren Seiten, dass nun das einzige Ziel ist, irgendwie noch in Sexten, dem Endzielort des Transalpine-Runs, anzukommen. Auch Lukas erwähnt:”Ich will nur noch durchkommen.” Seine Waden bereiten ihm große Schmerzen. Bei David ist noch alles in Ordnung. Ihm geht es den Umständen entsprechend noch blendend.

Alles in allem sind die Abstände an diesem Tag recht knapp. Nur 216 vollständige Teams und 45 Einzelläufer erreichen heute das Ziel. 17 Mannschaften fallen somit aus der Wertung. 21 Läufer geben allein auf dieser 6. Etappe auf. David und Lukas laufen erschöpft nach 5h 27min 33sec als 40. in der Kategorie Men durch den Zielbogen. Gesamt machen die in dieser Wertung 2 Plätze gut, das bedeutet Platz 30. Insgesamt unter allen Teams sind sie auf Rang 58 klassiert. Bei den Männern sind sie das drittbeste österreichische Team.

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